Zölle: Warum amerikanische Autos in der EU scheitern – Experten widersprechen Trump

US-Ex-Präsident Donald Trump erhebt schwere Vorwürfe gegen die Europäische Union: Sie behindere mit hohen Zöllen den Import amerikanischer Autos. Doch Branchenexperten widersprechen – und zeigen, woran es wirklich liegt.
🚗 Experten: Nicht die Zölle sind das Problem
Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management erklärt: „Die USA bauen Autos für ihren Heimatmarkt – große Pick-ups, viel PS, hoher Verbrauch. Das passt nicht zum europäischen Käuferverhalten.“
So sei etwa der Ford F-150 in Europa nahezu unverkäuflich. Zu groß, zu schwer, zu durstig. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob der EU-Zoll nun 10 % beträgt oder nicht.
🌍 Unterschiedliche Märkte, unterschiedliche Ansprüche
Auch Ferdinand Dudenhöffer bestätigt: „Während in Europa Effizienz, Kompaktbauweise und Umweltstandards gefragt sind, setzen US-Hersteller auf Power und Größe.“
„Viele US-Autos sind schlicht nicht EU-kompatibel – weder von der Technik noch vom Geschmack her.“
Vergleich: Fahrzeugexporte 2024
- 🇩🇪 Deutschland → USA: ca. 450.000 Fahrzeuge
- 🇺🇸 USA → EU: nur ca. 136.000 Fahrzeuge
Das Missverhältnis zeigt: Europäische Modelle sind weltweit gefragt – US-Modelle dagegen kaum konkurrenzfähig in der EU.
📉 Fazit: Marktstrategie statt Zoll-Debatte
Die niedrigen Absatzzahlen amerikanischer Autos in Europa lassen sich nicht durch Zölle erklären. Stattdessen mangelt es an Anpassung an europäische Standards, Wünsche und Rahmenbedingungen.
Ein echter Erfolg in Europa? Nur möglich, wenn die US-Hersteller umdenken – mit kompakteren, effizienteren Fahrzeugen.
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